Erlebnisführungen

- Es klappert die Mühle am... -

Im Jahre des Herrn 1815, des 24.Tages des Wonnemonats ereignete sich der glückselig finale Hammerschlag des Mühlenbauerhandwerks zum Bau der Mühle von Marzahn. Der wackere Mühlenmeister Christian Friedrich Krüger investierte 870 Taler für ihren Bau.

Ein wahrer Segen für die Landmänner der Gemarkung, denn die mühevolle Fahrt bis in das Nachbardorf Ahrensfelde entfiel nun endlich.

 

So ereignete sich eines Tages, als frischer Wind aufzog, ein hektisches Treiben im Orte.

Vielerorts vernahm man den Ausspruch…“Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Beeile er sich!“

Üppig beladene Holzkarren klapperten mit ihrem Rädern über die Straße und kräftige junge Bauern fuhren schwere Wagen voll mit Getreides zur Mühle.

 

Schon von weitem sah der Müller, dass sozusagen ein Getreidestrom an Arbeit auf ihn zu kam. War er doch bereits seit dem frühen Morgengrauen ebenfalls auf den Beinen und beobachtete mit Argusaugen den Himmel und Wind.

 

Kaum ward der Müller kurzzeitig in Gedanken versunken, ob der Wind den ganzen Tag so kräftig bliebe oder er doch alsbald die 30 Tonnen schwere Mühle auf ihrem Bock gegen den Wind drehen müsse, blaffte ihn lauthals der erste Landmann an… „Hey Müller! Arbeitet ihr auch oder hat gar der Volksmund Recht, dass ihr nur betrügt und uns Bauern heimlich einen Teil beim Mahlen abzweigt?“

 

Eine Zeit lang hatte das Müllerhandwerk einen gar eigensinnigen Ruf. Dem einfachen Landmann kam die viele Technik gar wie Hexenwerk vor. Bewegten sich doch viele Teile auf einmal wie von Geisterhand.

 

Doch ehe der Landmann weiter ansetzen konnte, war der Müller auch schon mit dem ersten Zentnersack verschwunden und füllte diesen in den großen Trichter der Mühle. Mit einem beherzten Ruck löste kurz darauf der Müller die Bremse, setzte so das gewaltige Kammrad auf der Antriebswelle in Bewegung. Das trieb mit seinen Kämmen das Stockrad an, welches den oberen Mahlstein drehte. Der Rüttelschuh schüttelte das Getreide gleichmäßig in das Steinloch. Klappern gehört zum Handwerk. Arbeitete der Müller doch mit der ersten Maschine der Welt…

 

...und dies ist nur die erste vieler begeisternd und fesselnder Müllererzählungen.

Erlebnismahlen

Erleben Sie wie noch bis vor 100 Jahren Korn zu Mehl gemahlen wurde, wie der Alltag eines Müllers aussah und wie die gewaltige Kraft des Windes die mannigfaltigen Holzräder in der Mühle antreibt. Hier können Sie Mühlenromantik pur erleben.

Doch auch das Erkunden der Grundlagen der Mechanik weckt bei Klein und Groß die Begeisterung für drehende Flügel im Wind.

Besonders für Schüler der 3. und 4. Klasse und Oberschulen, welche sich mit dem Thema Ernährung und handwerklich-technische Grundlagen beschäftigen, eignen sich die Führungen über das gesamte Mühlengelände.

 

Wagen Sie das recht vergnügliche Abenteuer und lassen Sie sich durch die Mühle führen!

 

Eine besondere Ergänzung ist  das Projekt "Vom Korn zum Keks". Die Teilnehmer erfahren die Geschichte der Kultivierung des Getreides, Interessantes über die Herkunft unserer heutigen Lebensmittel, bereiten Teig zu und können selbst einige knusprig leckere Kekse backen.

 

Für gute und ausführliche Führungen bzw. wunschgerechte Projekttermine im einzigartigen Ambiente ist eine Vorreservierung notwendig.

Mühlenführung

(Dauer ca. 1 Stunde)

Vom Korn zum Keks (Führung inkl. Backen eigener Kekse)

(Dauer ca. 2-2,5 Stunden)

Bockwindmühle Berlin Marzahn

Kontakt

Öffnungszeiten

Mo-Fr. 10-12 Uhr / 13-16 Uhr

Sa. geschlossen

So. 15-17 (April bis Oktober)

Bitte beachten! Während Sommerferien Führungen nur nach Anmeldung.

+ 49 30 54 58 995

+ 49 176 280 730 54

muehlenwolf@gmx.net

Müllerhaus, Alt-Marzahn 63, 12685 Berlin

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